FAQ - Häufig gestellte Fragen

Scheinschwangerschaft

Oftmals wird eine Scheinschwangerschaft als Krankheit, eine Verhaltensstörung oder ein „Überzüchtungsmerkmal“ dargestellt. Das ist grundlegend falsch. Jede Hündin wird nach der Läufigkeit mehr oder weniger scheinschwanger. Oftmals ist das so gering, dass es der Besitzer nicht merkt. Manchmal ist es so gravierend, dass der Hündin sogar Milch in das Gesäuge einschießt. Der Grund dieser Scheinschwangerschaft liegt noch in grauer Vorzeit, als Hundeartige in freier Wildbahn um das Überleben kämpften. Damals wurden die weiblichen Mitglieder im Rudel, die keine Welpen hatten, zur Welpenaufzucht herangezogen. Und es war natürlich ganz praktisch, wenn diese „Tanten“ Milch hatten, denn wenn der Mutterhündin irgendetwas passierte waren die Welpen versorgt. Sehen Sie also in der Scheinschwangerschaft niemals eine grässliche Krankheit, sondern einfach eine Phase des weiblichen Zyklus, die ganz normal ist.

Doch wie geht man jetzt mir einer scheinschwangeren Hündin um? Nehmen Sie ihr Spielzeug und vor allen Dingen Quietschtiere weg. Füttern Sie knapp und gehen Sie viel spazieren. Im Übrigen ignorieren Sie am besten die Symptome. Hüten Sie sich davor Hormone zu geben. Wenn das Gesäuge sehr stark anschwillt, bzw. wenn sogar Milch einschießt, kühlen Sie es mit Eis. Es gibt auch Salben, die man auftragen kann, die sind beim Tierarzt erhältlich.

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