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Nachdem ich vor ca. 2 Jahren bei der normalen DOK-Augenuntersuchung war, sprach mich meine Tierärztin an, ob sie auch eine Gonioskopie machen solle. Meine erste Frage war: Was ist das? Die Gonioskopie ist eine Untersuchung des Kammerwinkels mittels einer Gonioskopielinse. Was kann man damit feststellen? Eine Goniodysplasie, dysplastisches Ligamentum pectinatium. Was ist das? Eine angeborene mangelhafte Ausbildung des Ligamentum pectinatium im sog. Kammerwinkel zwischen Irisbasis und Hornhaut. Durch zu wenige bzw. zu kleine Öffnungen ist hierbei der Kammerwasserabfluss gestört, dies kann, muss aber nicht irgendwann zum Primärglaukom führen. Die Untersuchung tut nicht weh und ist nicht teuer und muss nur einmal im Leben des Hundes durchgeführt werden, da sich dieser Teil am Auge nicht mehr ändert. Ich ließ es machen und meine beiden Hunde (Jodie und Jussi) waren ohne Befund. Wunderbar und schon vergessen... Kurze Zeit später erfuhr ich von einigen Glaukomfällen bei ESS. Nun beschäftigte ich mich mit dem Thema Gonioskopie und Glaukom näher. Hier meine Informationen, die ich zu diesem Thema an verschieden Stellen bekam: Gonioskopie: Ist der Hund ohne Befund, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er im Laufe seines Lebens an einem Primär- Glaukom erkrankt, sehr gering. Hat der Hund einen Befund bei der Gonioskopie, dann kann er möglicherweise an einem Primär-Glaukom erkranken. Aber wie viele ESS bei einer Goniodysplasie wirklich an Glaukom erkranken ist unbekannt. Es ist aber ziemlich sicher, dass es erblich ist. Vererbungsgang der Goniodysplasie bei ESS: unbekannt Wie viel ESS von der Goniodysplasie betroffen sind: unbekannt Wie sollte man es züchterisch bewerten: Kein Zuchtausschluss, aber sicherheitshalber einen Partner ohne Befund nehmen Welche Konsequenzen sollte man ziehen: Bei der ersten DOK-Augenuntersuchung die Gonioskopie mitmachen lassen, den Befund veröffentlichen. Daten sammeln, um zu sehen wie weit die Goniodysplasie bei ESS verbreitet ist. Man darf dabei nicht vergessen, dass ein Glaukom über kurz oder lang zur Erblindung des ESS führen wird und sehr schmerzhaft ist. Auch auf der HP des DOK http://www.dok-vet.de wird der ESS als eine der Rassen aufgeführt, die unter dem Nationalen Untersuchungsprogramm für die Gonioskopie vorgesehen sind. (Richtlinien und Bestimmungen Stand September 2007. Es wäre also schön, wenn die ESS-Züchter zu der Einsicht kämen, diese Untersuchung machen zu lassen, auch wenn kein "MUSS" seitens der Zucht- und Eintragungsbestimmungen besteht. |