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Standard-England: Coat Close, straight and weather resisting, never coarse. Moderate feathering on ears, forelegs, body and hindquarters. Standard-Deutsch: Haar Dicht, glatt und wetterresistent, niemals grob. Mäßige Befederung an Behang, Vorderläufen, Körper und Hinterhand. Die Interpretation des Haarkleides übernommen aus: English Springer Spaniel, an owner's companion von Jan Wood (Kennel Ardencote) The coat should be close, straight and weather resistant, with a good undercoat to ensure that even in the worst of weather conditions the dog does not get cold and wet through to the skin. It should never coarse or curly, although it is sometimes a little wavy. Moderate feathering is to be found on the ears, the lower part of the body and chest, down the throat, on the back of the front legs, around the inside and back of the hindlegs and quarters and as mentioned previously, between the toes. Soweit Standard und Interpretation! Der ESS soll also ein glattes, dichtes, wetterresistentes Haar haben, das durchaus auch "wavy" wellig sein darf, aber nicht lockig! Es soll moderate Befederung aufweisen, also ohne übertreibung sein. Was wird nun daraus gemacht: In Richterberichten wird immer wieder lobend das glatte seidige Haarkleid erwähnt. Seidig (silky) ist im ganzen englischen Text niemals erwähnt. Das steht im Standard für den Cocker Spaniel, der aber eine ganz andere Rasse ist. Haarkleid, das leicht wellig ist, ist schon ein Negativpunkt bei der Beurteilung. Ein ESS mit mäßiger Befederung wird heute niemals ganz vorne stehen, denn man will reichlich Haar. Für mich stellen sich nun folgende Fragen: Die ESS mit dem seidigen Haar, entsprechen die noch dem Standard? oder Haben die vielleicht gar kein seidiges Haar, werden aber so beschrieben, weil der Richter den Unterschied nicht kennt und denkt, dass seidiges Haar überaus positiv ist? Wenn ich meine Seidenbluse anfasse und anschließend meinen Trenchcoat, fühle ich einen Unterschied in der Beschaffenheit. Warum wird viel Haar so überaus positiv bewertet? Es sieht zugegebenermaßen bestechend aus - aber ist es auch standardkonform? Man sollte im Hinterkopf behalten, dass der ESS ein Jagdhund ist und er ist ein sportlicher Hund. Solches übertriebenes Haar ist nicht förderlich für die Verwendung der Rasse. Viel Haar verdeckt natürlich auch Fehler, die bei Hunden mit wenig Haar besser gesehen werden können. Mit viel Haar kann man viele Fehler zutrimmen. Bei vielen ESS fehlt zurzeit die Tiefe im Gebäude. Hat so ein Hund nun viel Haar, fällt das überhaupt nicht auf und wird deshalb auch nicht negativ bewertet. Bei einem Hund, der aber nur wenige Fahnen hat, ist dieser Fehler sichtbar. Auch nicht vorhandeneVorbrust kann mit viel Haar gut überdeckt werden. Ich möchte hier einmal H.G. A. Hinckeldeyn zitieren ( Festschrift zum 75. Jubiläum des Jagdspaniel-Klub, Artikel: Welche Anforderungen müssen an einen Zuchtschaurichter gestellt werden: ..."Das Richteramt darf als Ehre und Auszeichnung gewertet werden, aber noch mehr als Verpflichtung. Ein Richter muss ständig sein Wissen erweitern, sich stets mit neuen kynologischen Erkenntnissen auseinandersetzen und sie bei Ausübung seines Amtes verwerten. Er muss sich auch immer wieder mit den Standards "seiner" Rasse befassen, denn kein Richter darf glauben, dass es genüge einen Standard nur einmal oder hin und wieder zu lesen, um ihn im Ring umzusetzen. Ein Richter tut gut daran, vor jeder Ausstellung den Standard in Ruhe zu lesen. Meistens findet sich immer noch etwas Neues. Das wiederholte Lesen festigt auch die Vorstellung von dem Idealaussehen des Hundes, den der Standard beschreibt, außerdem überdeckt es den persönlichen Geschmack." Renate Schleicher 2008 |